asian cinema

The Pinky Violence Collection

The Pinky Violence Collection is a fantastic entry-point to a genre that, until very recently, was almost completely inaccessible to the Western viewer. In the 1970s, facing stiff competition from television, the Japanese film industry fought back by providing viewers with what television couldn’t – excessive sex and violence. Nikkatsu started with its Roman-Porno line of bizarre soft-core films, and Toei, in response, chose to follow a more action-oriented route. The resulting Pinky Violence films featured female heroines, and unprecedented levels of on-screen sex and violence. The closest parallel would be the blaxploitation films of the U.S., which created a similarly heady mix of eroticism, action, and social justice. Similarly, the Pinky Violence films blur the line between empowerment and exploitation. Just as blaxploitation films were among the first to star strong African-American protagonists but simultaneously traded in the crudest stereotypes possible, the Pinky Violence films depicted strong, independent female characters, while subjecting them to intensely degrading situations, and filling the screen with gratuitous nudity.

Double Feature: Walking & Weirdness

Cologne based label and film distributor rapid eye just released »Blessing Bell« & »Monday« by Hiroyuki Tanaka aka Sabu. We found this enlightening review on midnighteye. Author: JASPER SHARP. »Over the past decade Sabu has proven himself to be one of the most popular and dependable directors working in Japanese cinema, gaining legions of fans both at home and perhaps to an even greater extent abroad, by developing and refining a trademark style of quirky action-comedies propelled by characters who hurtle headlong though squirming narratives steered more by the forces of incidence and coincidence than the actions of the protagonists themselves.

Finally Restored: High and Low (1963)

CHUCK STEPHENS, contributing editor to Film Comment, wrote this article on the occasion of Criterion Collection's DVD-release. We just got the restored BFI-version and you can be sure this adaption from a long-forgotten pulp policier titled King’s Ransom, written by Evan Hunter could be one of the best thrillers ever made.

Das Errechnen der Seele

Das ist der Vorteil von Animationsfilmen: Sie müssen sich keine Budgetsorgen beim Zerstören von großen Gebäuden machen. Appleseed macht davon ausgiebigen Gebrauch und präsentiert schon in den ersten zehn Minuten reichlich postapokalyptischen Häuserkampf zwischen Maschinen, die menschenähnlich aussehen, und Menschen, die vor lauter Hightech-Ausrüstung nur so um sich ballern.

Ki-Duk Kim: Es wird kein Wunder geschehen

Im Gegensatz zur Meinung mancher westlicher Kritiker, sind asiatische Filmemacher auch nicht verrückter als die Welt, in der sie leben. Ki-Duk Kim, dessen brutales Kammerspiel The Isle in Korea wie in Europa für Diskussionsstoff sorgte, erklärt im Gespräch mit Tim Stüttgen, warum er nicht weiß, wovon er in seinen Filmen erzählen sollte – außer Entfremdung, Ausbeutung, Gewalt und Schuld. Die leise Hoffnung auf Verständigung schwingt mit in seinem neuen Film Samaria. Es ist aber noch keine Konfliktlösung vom Himmel gefallen. Eher springen Menschen aus dem Fenster.

Beyond the hype

What's so extreme about Japanese cinema? How does a bubble economy influence film production? Why all the buzz, anyway? These and a lot of other questions are answered by Tom Mes and Jasper Sharp authors of the recently published excellent "Midnight Eye Guide to New Japanese Film" and hosts of the highly recommended website Midnight Eye in an extensive interview with MissingImage.

Die Geschichte von den ewigen Brüsten

Tanaka Kinuyo hat in über 100 Filmen mitgespielt und wurde im Westen vor allem als Mizoguchis Lieblingsdarstellerin (»The Life of O-Haru«) bekannt. Doch als erste Frau in Japan stand sie nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera. Sechs Filme realisierte sie zwischen 1955 und 1962 und gab einem den schönen Titel: »Eternal Breast«. Das Werkstattkino zeigt Tanaka Kinuyos Regiearbeiten vom 25. Februar bis 02. März.

Im Kinosaal des japanischen Kulturinstituts in Köln hängen große Schwarz-Weiß-Bilder. Eines sieht aus wie ein Klassenfoto. Es wurde Anfang der 60er-Jahre aufgenommen, zu Feierlichkeiten der Gesellschaft der Regisseure. Man sieht vier, fünf lange Reihen streng dreinblickender Herren in Anzügen. Tanaka Kinuyo sticht aus dem homogenen Grau hervor, weil sie als Einzige einen hellen Kimono trägt. Aus diesem Grund entstanden Frauenfilmfestivals: um ins Zentrum zu rücken, was andernorts nur am Rande steht, um all die Einzelkämpferinnen zusammenzubringen, zu neuen Gruppenfotos. Zugegeben, Zeit und Veränderung sind seither ins Land gezogen, doch, um auf der asiatischen Insel zu bleiben: Wie viele Namen kennt man heute denn schon von japanischen Frauen, die hinter der Kamera arbeiten?

Kurz danach war schon

An dem neuen Film von Kar-Wai Wong erscheint nicht viel neu und entweder ist das das spannende daran oder unfreiwillige Ironie. Dreimal der Versuch Zeit zu filmen: »2046« (Kar Wai Wong), »Histoire de Marie et Julien« (Jacques Rivette), »Elephant« (Gus van Sant).

Zwischen bunten Lichtschlieren und utopischen Räumen, zu einer Zeit die schon war und noch nicht ist, erzählt eine Stimme aus dem Off von der emotionalen Beschaffenheit alter/neuer Lebewesen. Sie befinden sich in einer Art Zeitreise-Zug namens 2046. Eingestiegen sind sie irgendwann, um ihr verlorenes Gedächtnis wieder zu finden. Doch was an den alten/neuen Erinnerungen wahr sein könnte, werden die Androiden nie erfahren, denn niemand kehrt zurück in die alte Zeit, um sie zu überprüfen. Allein der Erzähler: »Because I need to change.« Und so findet sich Tony Leung alias Chow Mo-Wan als Journalist und Schriftsteller im Hongkong Mitte der 60er wieder, verstrickt in halbgaren Liebesgeschichten. Das Problem der Androiden, so heißt es, sei die zeitliche Verzögerung die zwischen Empfinden und dem Ausdruck jener Empfindung liegt. »2046« ist jedoch keine Science-Fiction. Die Zahl ist auch und vielmer die Nummer eines Hotelzimmers und die Reaktionsverzögerung der Androiden beschreibt weniger die emotionale Verkrüppelung des neuen Menschen als die Melancholie des alten.

Asian Cinema

Profit from the oppportunity and watch seldom asian films in Werkstattkino these days, till the 24th november. Especially the three-part documentary »Tie Xi Qu – West of Tracks« about the development and fundamental changes of a typical industrial zone in the north of China seems to be pretty amazing.

Wie stirbt man in den siebziger Jahren ?

»The Man who left his will on Film« (1970) ist ein seltsam seltener Film von Nagisa Oshima (»Realm of Senses«) der sich letztlich die Frage stellt: Wie kommt die Relevanz ins Bild? Nagisa Oshima hat diesen Text im Juli 1970 für eine japanische Filmzeitschrift geschrieben. Er beantwortet die Frage nicht, doch möglicherweise geht es schlicht darum, sie öfter wieder zu stellen. »Die Geheime Geschichte der Kriegs- und Nachkriegszeit von Tokio« trägt den Untertitel »Geschichte eines Mannes, der einen Film als Testament hinterließ«. Damit ist alles über den Inhalt des Films gesagt. Eines Tages im letzten Herbst kam mir ein Bild in den Sinn, das mich unentwegt verfolgte: das BIld eines Mannes, der bei seinem Tod ein Testament in Form eines Films hinterließ. Und wie immer, wenn ein Bild mir nicht mehr aus dem Kopf geht, regte es mich zu einem Film an.
Manchmal werde ich gefragt: »Wo ist bei Ihnen die Quelle der sogenannten Inspiration?« Ich bin außerstande, eine solche Frage zu beantworten. Es kommmt mir eines Tages, in einem bestimmten Augenblick, plötzlich in den Sinn - das ist alles. Ich sehe ein unwirkliches Wesen, höre eine unwirkliche Stimme - und ich kann wohl behaupten, daß ich nur deshalb Autor bin, weil ich unwirkliche Wesen sehe, weil ich unwirkliche Stimmen höre. Diejenigen, die mit mir teilen, was ich sah und was ich hörte, sind die Mitglieder des Filmteams und die Zuschauer.

Insel im Nacken

THE ISLE ist ein koreanischer Film. Die Kamera nähert sich einer Gruppe flottierender Häuschen auf einem dampfenden See im Morgengrauen. Ja, das könnte Korea sein. Wasser und Festland, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Hell und Dunkel. Alle haben sie Schlitzaugen. So ist das mit Asiaten. Dann essen sie rohen Fisch. Man weiß ja um so manche grausame Zubereitung in nahe und fern. Ab und zu fällt ein bedeutungsloser Satz. Am Ufer des Sees haust eine jung Frau, die nicht spricht. Sie hört, auch Musik von Platte, irgend eine Rockmusik. Das kann überall auf der Welt passieren. Sie fährt ihre Gäste mit dem Boot zu den schwimmenden Inselhäusern und versorgt sie mit Essen und Trinken. Hier sind Männer zum Angeln gekommen und trinken, dort möchte sich jemand ins Nirwana schießen, hier ist ein Gauner untergetaucht. Manchmal macht die Stumme die Beine breit oder fährt Mädchen zu den Freiern.

Showtime

»Our lives should be so exciting.« Ein Satz den sich zwei im Kino zuflüstern. »Fulltime Killer«, eine postmoderne Variante des Lonesome Profikillergenre, ist längst nicht mehr der neueste Film von Johnnie To. Dem Produktionswütigen gelang in diesem Jahr nichts geringeres als sowohl in Berlin, Cannes und Venedig einen jeweils neuen Film zu plazieren.

»People think, the easiest way to move a person out of their lives, is, to let kill them. ... Aber sie vergessen, dass die Erinnerung bleibt.« (räsoniert O aus dem Off, während er über den Friedhof läuft)

»Seit einigen Tagen kommt ein komischer Kerl in den Laden, der immer so Masken trägt wie in diesem Hollywood-Film .....«. ---- »Ich habe noch keinen Videorekorder.« - »Aber sie leihen sich jeden Tag Filme aus.« - »Ja, deswegen leihe ich mir auch nur Filme aus, die ich schon kenne. Ich bin noch nicht lange in Hongkong« - »Ah, Sie sind Geschäftsmann?« - »Ich bin Profikiller.« Über die Mundwinkel der jungen Dame hinter der Videoladentheke huscht ein verwundertes Grinsen. »Sie machen Witze?« - Chin hat schon den ein oder anderen Film gesehen. Und Profikiller sind Leute, die man am ehesten aus Filmen kennt. Aber vor ihr steht heute Bill Clinton. d.h. ....

Was hörst du so

»All about Lily Chou Chou« ist ein unaufgeregtes Porträt japanischer Jugendlicher in den späten 90er Jahre, das es verdient hat mehr als nur Geheimtip zu sein. Die erste Hälfte widmet der Film von Shunji Iwai, Hoshinos Wandlung vom klassenbesten Wunderkind und Sonderling ohne Freunde, zum brutalen Bully, der seine Mitschüler erpresst, quält und in die Prostitution zwingt.

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